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Die Bekämpfung von Waldbränden trainiert
die Feuerwehr Düsseldorf am Samstag, 3. November, im Kalkumer Forst.
Sowohl Freiwillige als auch Berufsfeuerwehr üben unter realitätsnahen
Bedingungen den Ernstfall Waldbrand. An der Kalkumer Schlossallee treffen
sich dazu mehr als 20 Feuerwehrfahrzeuge mit 70 Mann Besatzung.
Übungsziele sind die Überprüfung der Zusammenarbeit, der Einsatzkonzepte
und -strategien im Falle eines Waldbrandes.
Das Verhalten im Waldbrandfall muss geübt
werden. Denn die Statistik der Feuerwehr verzeichnet in diesem Jahr bis
Ende Oktober neun Wald- und 104 Bodenbrände. Zum Vergleich: 2006 waren es
zwei Wald- und 198 Bodenbrände, 2005 fünf Wald- und 96 Bodenbrände. In den
gesamten letzten Jahren weist die Statistik für Boden- und Waldfeuer
steigende Einsatzzahlen auf. Die Feuerwehr hat deshalb schon vor einigen
Jahren damit begonnen, die technische Ausrüstung dafür zu modernisieren
und die
Aus- und Fortbildung zu intensivieren.
Das Löschen von Wald- und Bodenbränden ist
- wie zwei Beispiele zeigen - oft sehr aufwändig. So benötigten die
Feuerwehrleute am 30. April, gegen 23 Uhr, Am Hohlen Berg in Unterbach
viereinhalb Stunden, bis dass sie das letzte Glutnest gelöscht hatten. 600
Quadratmeter Fläche verbrannten an diesem Tag. Aufgrund eines Lagerfeuers
geriet am 3. Mai, 15.26 Uhr an der Rotenbergstraße in Unterbach 3.000
Quadratmeter Fläche in Brand. Die Einsatzkräfte verbrachten drei Stunden
im Löscheinsatz.
Der Stadtwald in Kalkum steht in diesem
Jahr als Übungsort auf der Agenda. Er ist eine größere zusammenhängende
Waldfläche nordöstlich des Düsseldorfer Flughafens. Geübt wird folgendes
Szenario: Nach mehreren Wochen Trockenheit ist die Waldbrandgefahr in den
Düsseldorfer Wäldern enorm angestiegen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD)
hat für das Stadtgebiet die zweithöchste Stufe ermittelt. Die
Waldbrandstufe vier bedeutet eine hohe Gefahr. Waldspaziergänger entdecken
Flammen und rufen die Feuerwehr über den Notruf an. "Zwischen Bahnstrecke
und Autobahn südlich der Kalkumer Schlossallee sind mehrere Feuer und
starker Rauch steigt hoch", berichten die Anrufer. Fast zeitgleich meldet
die Deutsche Flugsicherung der Flughafen Feuerwehr gleichlautende
Ereignisse.
Aufgrund der Größe und dem Zustand der
Waldfläche werden die Löschgruppen Kalkum und Angermund, die Feuerwachen Gerresheim, Behrenstrasse und mehrere Tanklöschfahrzeuge alarmiert. Die
Löschgruppe Kalkum trifft als erste Einheit ein und findet einen etwa 300
Meter breiten "Feuersaum" im Wald vor, der sich weiter in nordöstlicher
Richtung ausbreitet. Die Löschkräfte beginnen sofort mit der
Brandbekämpfung. Die Übungsteilnehmer vertiefen die Ortskenntnisse und
erhalten Informationen zu Anfahrtswegen, Zugänglichkeit von
Löschwasserentnahmestellen und Befahrbarkeit der Waldwege, aber auch die
Zusammenarbeit der unterschiedlichen Einheiten steht zur Überprüfung an.
Alle gesetzten Übungsziele werden nach Abschluss der
Ausbildungsveranstaltung analysiert. |