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EINSATZ |
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| Orkan Kyrill in Düsseldorf |
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Der Orkan Kyrill stellte alle bis heute in Düsseldorf registrierte Feuerwehreinsätze durch Orkanböen in den Schatten - fast 1.100 Schadenmeldungen wurden von Donnerstag bis zum Montag abgearbeitet. Mit über 144 Stundenkilometer fegte er fast zwei Tage über Düsseldorf hinweg. Berufs- und freiwillige Feuerwehr, das Technische Hilfswerk, die Hilfsorganisationen und der Ordnungs- und Servicedienst der Stadt waren pausenlos im Einsatz. Wir bedanken uns bei den ehrenamtlichen Helfern und der Firma Gerken für die gute und engagierte Arbeit.
Donnerstag, 18. Januar 2007, ab
8.30 Uhr
Tausende von besorgten Bürgern riefen die Notrufnummern von Polizei und Feuerwehr, aber auch die Telefonzentrale der Stadtverwaltung an. Überwiegend wurden Bäume entwurzelt oder abgeknickt, die an zwei Einsatzstellen auf abgestellte Personenwagen stürzten. Häufig mussten Drehleitern eingesetzt werden, um Gefahren, die von losen Dachziegeln oder Blechverkleidungen ausgingen, zu beseitigen. Weitere Meldungen waren instabile Baugerüste, umherfliegende Bauplanen, lose Kamine und vieles mehr.
Auf der Rheinkniebrücke kippte ein Lastwagen mit Anhänger um. Der Lkw lag in Fahrtrichtung stadteinwärts, der Anhänger auf der linken Fahrspur Fahrtrichtung stadtauswärts. Es wurde keiner verletzt. Die Feuerwache Hüttenstraße sicherte den Anhänger mit Drahtseilen. Anschließend entfernten die Kräfte die Plane vom Aufbau, damit der Sturm den Hänger nicht weiter wegwehen konnte. Es gab erhebliche Verkehrsbehinderungen in beide Richtungen.
Auf der Oberkasseler Brücke lösten sich größere Gerüstbauteile von etwa 1 x 2 Quadratmetern und fielen auf die Fahrbahn. Zuvor hatte die Feuerwehr die Brücke gesperrt, sodass niemand zu Schaden kam. Die Gerüstbaufirma sicherte das Gerüst ab. Die Brücke war bis zum Abschluss der Sicherungsarbeiten gesperrt.
Auf der Glashüttenstraße stürzte ein 50 Zentimeter dicker Baum quer über einen Minivan und durchschlug das Dach. Hierbei wurde die 30-jährige Beifahrerin schwer am Kopf verletzt. Auf der Rücksitzbank saß die sechsjährige Tochter und am Steuer des Fahrzeugs der Mitte 30-jährige Vater, die beide nur leicht verletzt wurden. Die Frau kam in ein Krankenhaus.
Auf der Altenbergstraße kippte eine ein Meter Durchmesser umfassende und 20 Meter hohe Kastanie auf einen abgestellten BMW. Der Baum war so verdreht, dass er nicht gefahrlos zersägt werden konnte. Mit einem Feuerwehrkran konnte der Baum gesichert und abgetragen werden. Es entstand ein Sachschaden von 30.000 Euro.
Am Feldmühleplatz in Niederkassel stürzte ein Baum auf einen Kofferraumdeckel eines Mercedes. Die Fahrerin blieb unverletzt. Der Sachschaden beträgt 5.000 Euro.
Auf der Vennstraße in Unterbach fiel ein Baum auf einen Wintergarten. Er wurde durch die freiwillige Feuerwehr Löschgruppe Unterbach zersägt. Der Schaden am Gebäude war gering.
Am Staufenplatz in Grafenberg war ein Zirkuszelt betroffen. Der Zirkusdirektor hatte bedenken, dass das Zelt wegfliegen könnte. Er rief die Einsatzkräfte der Feuerwache Gräulinger Straße zu Hilfe. Der Einsatzleiter erkannte aber keine konkrete Gefahr. Lediglich für 50 Tiere, darunter vier Elefanten, wurden nach Absprache mit dem Stab für außergewöhnliche Ereignisse -SAE- und dem Veterinäramt Vorsorge getroffen. Die Zirkustiere wurden aus den Zelten gebracht und in die vorhandenen Transportfahrzeuge verladen.
Gegen 17.30 Uhr wurde der Zugverkehr im gesamten Stadtgebiet eingestellt. Tausende Fahrgäste saßen in Zügen und Bahnhöfen zunächst fest. Die Rheinbahn setze alle verfügbaren Busse ein, um Gäste und Berufspendler zu transportieren. Ebenso unterstützten zahlreiche Taxen den Abtransport. Im Bahnhof blieben alle Geschäfte offen, um die Wartenden zu versorgen. Ein im Bahnhof stehender ICE mit Reisenden wurde von einem Caterer mit Getränken und Essen beliefert. Die Stadt versorgte die Fahrgäste mit Decken. Die Hilfsorganisationen stellten in einigen Räumen des Bahnhofs 120 Betten bereit, wovon etwa 30 überwiegend von Kindern genutzt wurden.
Einige Züge mussten auf freier Strecke anhalten. Pendelbusse holten die Gäste dort ab und brachten diese zum nächstgelegenen S Bahnhof. Von hier aus fuhren Linienbusse oder Taxen.
Freitag, 19. Januar 2007 Stand
13.30 Uhr
Das Abarbeiten der noch offenen und eingehenden Meldungen dauerte noch viele Stunden an. Die Feuerwehreinsatzleitung löste die Kräfte der freiwilligen Feuerwehr aus. Die Lage normalisierte sich zusehends.
Die Hilfsorganisationen konnten die Versorgungsstellen gegen 2.45 Uhr abbauen. Das Technische Hilfswerk und die Firma Gerken stellten die Unterstützung um 5 Uhr ein.
Es ereigneten sich 10 Vorfälle, wo Bäume auf Fahrzeuge fielen. Dabei wurden sieben Personen leicht und eine Frau schwer verletzt.
An 596 Einsatzstellen wurden annähernd 820 Bäume entwurzelt oder abgeknickt. Zahlreiche Äste und Baumteile brachen ab. Lose Ziegel und Dachteile, umgeknickte Antennen, Einsturzgefährdete Kamine u. Ä. machten 208 Drehleiter und Hebebühneneinsätze erforderlich. In einigen Fällen rückten die Höhenretter aus, um in größeren Höhen Dachziegel zu sichern, wie an einigen Kirchen im Stadtgebiet. 79 Meldungen bezogen sich auf lose Fassaden-, Gebäude oder Brückenteile und 37 sonstige Einsatzstellen wie Gerüste, Bauplanen, Leuchtreklameschilder u. Ä..
Montag, 22. Januar 2007 Stand
8.00 Uhr
Text: Pressemitteilung Feuerwehr |
| Baum gegen Haus - Benrath |
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| Mein persönliches "Kyrill" - ohne Feuerwehreinsatz |
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| Baum gegen Haus |
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| Verunfallter LKW auf der Rheinkniebrücke |
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| Einsatz für den TZ-E des THW - OV Düsseldorf nach Wermelskirchen |
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| Baum droht auf die Strasse zu fallen |
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| Baum auf PKW- Altenbergstrasse |
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| Baum auf PKW |
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© Jürgen Truckenmüller, Düsseldorf - letzte Änderung: 10.12.2008 |